Die Libido steigern: Diese 6 Bereiche deines Sexlebens optimieren und gelassener werden

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Jeder kennt es, das Gefühl etwas weniger „angeregt“ zu sein. Keine Lust auf Sex ist natürlich völlig okay, kann aber auch zu einem hohen Leidensdruck führen, sobald es regelmäßig dazu kommt. „Stimmt mit mir was nicht“? „Haben wir Beziehungsprobleme?“ „Bin ich nicht mehr attraktiv?“ „Ist anatomisch alles okay?“ Fragen, die man sich bei weniger Lust auf Sex stellt, aber nur schwierig beantworten kann. Denn „was da nicht läuft“, ist nicht das Gefühl zum Partner, Sex oder der eigenen Attraktivität. Die Libido schwächelt einfach etwas. Und das ist bei vielen Menschen keine Seltenheit und nichts wofür man sich schämen sollte. Wenn ihr aber doch etwas dagegen tun wollt, müssen wir verstehen was die Ursache sein kann, dass dein sexuelles Verlangen gehemmt ist. Was Libido eigentlich bedeutet, wie man sie steigern kann und wie man die Bereiche in deinem Sexleben optimieren kann, um die Libido zu steigern, haben wir uns hier genauer angesehen.

In diesem Artikel widmen wir uns diesbezüglich nur der Betrachtung seitens Menschen mit Vulva. Das soll aber damit nicht ausschließen, dass bei Menschen mit Penis eine schwache Libido kein Thema ist.

Was bedeutet Libido?

Was ist die „Libido“? Der Begriff Libido (lateinisch für Begehren bzw. Begierde.) beschreibt im Allgemeinen das Verlangen nach Sex, oder im Falle der „schwachen“ Libido das fehlende Verlangen nach sexuellen Aktivitäten. Die Libido, beziehungsweise das sexuelle Verlangen, entsteht dabei genauso wie der Orgasmus im Gehirn. Um genauer zu sein im Hippocampus, also im limbischen System, wo unter anderen das Triebverhalten gesteuert wird und im sogenannten Belohnungssystem, wo durch erregende Neurotransmitter (Dopamin Rezeptoren) sexual Prozesse gesteuert werden.

Wusstest du, dass eine geschwächte Libido nicht direkt Einfluss auf die sexuelle Erregbarkeit und die Orgasmusfähigkeit während des Sex hat? Menschen können trotz geringer Libido erregt sein (vaginale Lubrikation oder Ejakulation) und zum Orgasmus kommen. Nur zum Liebesspiel kommt es bei Menschen mit geringer Libido seltener, weil sie auch selten oder nie die Initiative zum Sex ergreifen. Schlichtweg keine Lust auf Sex haben.

Die Bedeutung „Libido“ hat also für alle Menschen einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden. Denn wer gibt schon zu, es würde Spaß machen weniger Lust auf Sex zu haben oder weniger Lust zu haben die Initiative zu ergreifen. Also stellt sich mit der Bedeutung der Libido auch immer die Frage nach „Wie kann ich meine Libido steigern?“

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Wie die Libido steigern?

Um die Libido zu steigern, sollten wir uns selbst ein wenig beobachten. Denn Auslöser für eine geschwächte Libido kommen oft aus dem inneren Seelenleben. Selbstzweifel, Anspannungsstörungen oder Angstzustände können großen Einfluss auf unser Gehirn und damit auf unsere Libido haben. Nicht zu unterschätzen sind auch hormonelle Veränderungen aller Art, Diäten oder Stress mit dem eigenen Körper. Aus dem „Außen“ können natürlich auch Faktoren, wie Stress im Berufsleben, Beziehungsprobleme, Alkoholkonsum, Medikamente und bestimmte Erkrankungen (z.B.: Diabetes, Niereninsuffizienz oder Depressionen) die Libido schwächen und die Lust auf Sex nehmen. Kennt man diese Faktoren und die eigene Verfassung gut, kann man gezielte Lösungen finden und die Libido erhöhen.
Weitere Ursachen für Libido Probleme kannst du hier und hier nachlesen

Wie gesagt, dabei ist es sehr wichtig sich selber zu beobachten und die Auslöser für die Libido Schwäche zu erkennen und abzuwenden, das heißt an den seelischen-, körperlichen-, psychischen Belastungen zu arbeiten.

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Diese Top 4 Auslöser tragen zur verminderten Libido bei:

  1. Anspannungs- und Verspannungszustände aller Art
  2. Unwohlsein und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  3. Zu hohe Anforderungen an sich selbst
  4. Belastungen aller Art, meist in der Beziehung

Schauen wir uns die ersten Beiden Auslöser einmal genauer an.

Anspannungs- und Verspannungszustände aller Art erkennen und lösen

In unserem hektischen Alltag führen wir oft einen ungesunden Lifestyle. Nur unterwegs, keine Zeit zur Selbstreflexion und Stress führen dazu, dass wir uns allzu oft selbst zu kritisch betrachten. Unser Selbstbewusstsein leidet und das kann hohen Einfluss auf das Miteinander in Beziehungen, aber auf das eigene Selbstverständnis von „begehrenswert“ haben.

Was uns fehlt, um wieder attraktiv für uns selbst und andere und zufrieden sein, ist der Einklang von Körper und Geist essentiell. Yoga und vor allem Yoga Übungen für die Libido, können hier Abhilfe schaffen. Denn damit kann man nicht nur dem Alltag etwas entfliehen, sondern durch Atmung und Achtsamkeit zu sich selber finden. Das Selbstwert- und Körpergefühl wird durch Yoga außerdem gesteigert und wir fühlen uns wohler, zufriedener und attraktiver.

Yoga und Libido?

Kann Yoga helfen die Lust auf Sex zu erhöhen? Oh ja! Denn Yoga ist eine der besten Geist-Körper-Erfahrungen die es gibt, genauso wie Sex. Also warum sollte Yoga dann nicht nur die Flexibilität erhöhen, sondern auch die Libido?
Yoga löst vor allem Blockaden aller Art und kann Energien freisetzen. Das stärkt unseren Körper und Geist enorm und kann auch das Selbstbewusstsein pushen. Viele Yogis gehen sogar soweit, dass durch Yoga nicht nur die Libido gesteigert werden kann, sondern dass man generell besseren Sex hat. 😉

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Mit Yoga diese 6 Bereiche deines Sexlebens verbessern

In dieser Studie hat das Journal of Sexual Medicine zum Beispiel festgestellt, dass Frauen durch regelmäßige Yoga Praxis im Durchschnitt bessere Orgasmen erleben und eine gesteigerte Libido haben.

Laut einer weiteren Studie der Harvard Medical School, haben Frauen, die Yoga praktizieren, vor allem in folgenden Bereichen positive Änderungen festgestellt:

  1. Lust/Libido
  2. Stimulation
  3. Feuchtigkeit
  4. Orgasmus
  5. Schmerzreduzierung
  6. Gesamtzufriedenheit

Laut der Studie der Harvard Medical School, ist Yoga die Wunderwaffe, um die Libido zu steigern. Denn fast 75% der Teilnehmerinnen gaben an, dass sie durch Yoga zufriedener mit ihrem Sexualleben sind. Ein schöner Nebeneffekt außerdem, dass sie angaben, dass sie deutlich mehr Ausdauer, Kraft und Flexibilität besaßen und den Hormonhaushalt ins Gleichgewicht gebracht haben, was wiederum dazu geführt hat, dass Blockaden und Stress tendenziell weniger aufgebaut wurden.

Mit Gleitgel Schmerzen und Unwohlsein beim Sex reduzieren

Weniger Lust auf Sex kann, wie wir gesehen haben, vielseitige Gründe haben und belastend sein. Bei Menschen mit Vulva kann diese Belastung auch zu Trockenheit im Intimbereich führen, die vorher vielleicht noch nicht da war. Da vaginale Trockenheit aber auch ohne vorherig verminderte Libido eintreten kann, was wiederum zu Unwohlsein führen kann, kann Trockenheit auch alleinig zu einer abnehmenden Libido führen. Es ist also ein Teufelskreis, dem man unterbrechen sollte.

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Was helfen kann ist auf jeden Fall offen über Phantasien, Bedürfnisse und Wünsche zu sprechen und sich Hilfsmittel zu bedienen, die die natürliche Lust auf Sex zusätzlich anregen. Gleitgel kann zum Beispiel dabei helfen, sich wieder mehr zu spüren und Berührungen intensiver zumachen. Außerdem schützt Gleitmittel vor ungewollter Reibung und vermeidet Schmerzen beim Sex. Auch Gleitgele mit extra stimulierenden Stoffen, wie zum Beispiel Ginseng, können die Libido pushen. So kann Gleitgel, auch bei schwacher Libido helfen den Sex wieder zu einem Erlebnis zu machen und den Teufelskreis zu unterbrechen.

Wir haben nun gesehen, was Libido eigentlich bedeutet, wie man sie steigern kann und wie man die Bereiche in seinem Sexleben optimieren kann, um die Libido zu steigern. Also lasst euch nicht entmutigen, solltet ihr ab und zu euer Verlangen nach Sex nicht spüren.

Anmerkung der Redaktion: Die Inhalte des Blogs inkludieren immer und ebenso gleichgeschlechtliche Beziehungen, auch wenn oft die Heterosexualität als Beispiel gezeigt wird.

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